Poetry: Ewigkeit

Zwei große, fragende Augen blicken mich an. Ob ich es verstanden habe, wollen diese Augen wissen. Ob ich die Frage kenne, auch wenn sie nicht gefragt wird. Ob ich sie beantworten werde, auch wenn kein Wort meine Lippen verlassen kann. Ob ich die Warheit in diesen Augen sehe. Das Verlangen. Die Angst. Es gibt so vieles, was ich glaube verstanden zu haben. Es gibt noch mehr, das ich sagen, oder tun kann. Es gibt die Welt der möglichkeiten, doch von denen fällt mir keine ein. Diese Augen sehen mich noch klarer, als ich sie jemals sehen kann. Diese Augen blinzeln nicht, sie blicken mich einfach nur an. Es ist an mir, etwas zu tun, doch es gibt für mich nichts, was ich tun kann. Für mich ist es falsch, weil ich die Richtigkeit nicht mehr sehen kann. Diese Augen hingegen sehen alles. Mein ganzes Leben. Mein Wesen. Meine zögerlichkeit. Es scheint eine Ewigkeit zu vergehen, doch ich weiß, dass es nur ein Augenblick war. Die Augen schließen sich langsam. Lippen legen sich auf meine. Jeder einzelne meiner Gedanken schwindet und es beginnt eine neue Ewigkeit.