Ich und die Bipolare Störung

Ich bin Bipolar. Das bedeutet nichts anderes, als dass ich manisch-depressiv bin. Ich schreibe darüber, rede darüber, breche es auf die Depression runter, und versuche auch bei diesem Thema aus eigener Erfahrung zu berichten und auf die Problematik hinzuweisen. Dies zu tun war keine leichte Entscheidung, denn öffentlich darüber zu sprechen, dass man krank ist, hat Nachteile. Ich begebe mich zum Beispiel in die Gefahr, von einem zukünftigen Arbeitgeber aufgrund der Krankheit bereits im Bewerbungsprozess aussortiert zu werden. Ich werde auch gerne von meinen Mitmenschen auf meine Krankheit reduziert, frei nach dem Motto „Ach ja, Bipolar, ja dann weiß ich schon alles über dich“. Ich finde aber, dass Jemand darüber reden muss, und noch bin ich gerne bereit, dieser Jemand zu sein.  Continue reading

…über meinen Suizid

Ich bin suizidal. Das klingt in erster Linie schlimmer als es ist, denn die meiste Zeit, werde ich davon in meinem Leben nicht beeinträchtigt. Doch dann gibt es diese Momente, in denen es schlimmer ist, als sonst. Diese Tage, an denen man den Eindruck hat, dass die Sonne bereits untergeht, noch eher sie aufgegangen ist, ungeachtet dessen, dass wir Sommer haben. Diese Tage, an denen ich an der Haltestelle sitze und auf meine Bahn warte, doch lasse ich mehrere Bahnen fahren, ohne aufzustehen, denn ich kann mir nicht länger sicher sein, dass ich es schaffe einzusteigen und nicht vor sie zu springen. Diese Tage, in denen ich bei der Arbeit anrufe und bescheid sage, dass ich liebe nicht vor die Tür gehen möchte. Diese Tage an denen ich Freunde brauche. Continue reading