…über Weiblichkeit

„Du bist ein Mädchen“ hat man mir gesagt. „Du musst dich mehr wie ein Mädchen verhalten.“ Manchmal hieß es auch „Sowas machen Mädchen nicht“ oder „Mädchen dürfen nicht im Dreck spielen.“ Ich wollte kein Mädchen sein. Es schien, als wäre alles, das Spaß macht, verboten. Als wäre die Welt schwarz und weiß und ich mich nicht einmal entscheiden konnte, auf welcher Seite ich stehen will. Natürlich hat es Spaß gemacht, mit Barbies zu spielen… Aber Lego war auch toll und ich liebte diese kleinen Autos, die man zurück ziehen musste, damit sie über den Teppich rasen. Ich hatte nur eins davon und das habe ich von irgendwem bekommen, der es nicht mehr mochte.

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Rechthaberei

Ich habe gerne recht. Es ist so einfach recht zu haben, wenn man die Fakten kennt. Recht haben und recht bekommen sind jedoch unterschiedliche Dinge. Also diskutiere ich häufig bis mein gegenüber vor Ermüdung aufgibt. Habe ich dann immer noch recht? Oder habe ich jemanden erfolgreich davon überzeugt, ein bestimmtes Thema in meiner Gegenwart zu meiden? Fast immer ist es letzteres. Und letztlich ist es dann auch egal recht zu haben, denn an dem Punkt geht es nicht länger darum, was man sagt. Die Unterhaltung wurde zur Diskussion wurde zum Spiel. Und das Spiel ist wie dazu gemacht Menschen zu entfremden. Gewinnen kann man es letztlich nicht. Jeder der Beteiligten fühlt sich als Gewinner und unterm Strich haben sie alle verloren. Das unermüdliche auf sein Recht beharren führt dazu, dass alle genervt sind inklusive einen selbst. Man fühlt sich danach nicht besser. Nicht schlechter. Nicht erfolgreicher oder attraktiver. Nicht mehr oder weniger im Recht als man vorher war. Und trotzdem lasse ich mich immer wieder darauf ein.

150 Tote haben nicht gereicht

Es ist schon einige Zeit her, seit ein Co-Pilot seiner Depression zum Opfer gefallen ist und 149 weitere Personen mit sich in den Tod gerissen hat. Seit dem erheben sich immer mehr Stimmen, welche den Berufsverbot für Depressive in „verantwortungsvollen Positionen“ fordern. Ich kann mittlerweile nicht einmal mehr sagen, wie oft ich versuchte meinen Mitmenschen zu erklären, was Depressionen sind. Ich weiß auch nicht, wie wenige meiner Gesprächspartner wirklich verstanden haben, warum ein Berufsverbot die Wiege weitere, viel gravierender Probleme sein würde. Ich habe jedoch beschlossen, diesen Kampf gegen Windmühlen nicht aufzugeben, weshalb ich mich einer anderen, doch auch gerne verharmlosten Krankheit bedienen werde, um den Denkfehler offensichtlicher zu machen. Continue reading

Hitlers geheime Sexpraktiken

Seit der Erfindung des Internets ist Hitler von einem gefürchteten Diktator und der Personifizierung des Bösen immer mehr zu einer armen Wurst und Lachfigur verkommen. Es gibt Menschen, die behaupten, dass zwischen dem Ende des Zweiten Weltkrieges und der Erfindung des Internets bereits ein drastischer Abfall auf der „Hitler-Furcht-Skala“ stattgefunden hat, doch leider begann die Menschheit erst mit dem Internet irgendeine Form von schriftlichen Hinweisen auf ihr Denken zu hinterlassen und aus der grauen Vorzeit sind keinerlei Überlieferungen vorhanden. Des Hitlers schlechten Rufes, sowie immer mehr Hinweise auf die Lächerlichkeit seines Seins werden Vielerorts im Web dokumentiert. Einen der größeren Beiträge hierzu liefert eine Gruppe Jünger, welche sich in dem neumodischen Medium „Twitter“ mit dem Thema „Hitler Dokus“ befasst und immer skurrilere Geheimnisse rund um den Führer aufdeckt.  Continue reading